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Broschuere / Infomaterial zugänglich unter
URL: https://epub.sub.uni-hamburg.de/epub/volltexte/2008/849/


Rahmenlehrplan Technik : Bildungsplan Technisches Gymnasium ; Bildungsplan Teil B

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Firmenich, Peter (Red.) ...

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SWD-Schlagwörter: Rahmenrichtlinie , Lehrplan , Sekundarstufe 2 , Technikunterricht , Technisches Gymnasium
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Sonstige beteiligte Institution: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Bildung und Sport, Amt für Bildung -Referat Berufliche Schulen- (Hrsg.)
Dokumentart: Broschuere / Infomaterial
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 20.05.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Technik ist ein Teilbereich menschlicher Kultur. Sie ist sowohl Prozess als auch Ergebnis menschlicher Arbeit. Sie ist schöpferische Umgestaltung der Natur mit dem Ziel, das Überleben zu ermöglichen und die individuelle und gesellschaftliche Lebensführung zu erleichtern. Damit ist die Technik auch ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft und des Wirtschaftens.
Technik ist in einem historischen Prozess aus Handwerkskünsten, Erfindungen und systematischen Weiterentwicklung von Produktions- und Arbeitsprozessen entstanden. Im historischen Entwicklungsprozess haben sich spezielle Technikwissenschaften herausgebildet.
Die Nutzung der Technik ist ambivalent, und eine prognostische Folgenbewertung ist häufig schwierig, aber grundsätzlich notwendig. Die Zwecksetzung und die Gestaltung der Technik sind abhängig von den jeweiligen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bedingungen eines Landes. Die Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Technikgestaltung in demokratisch verfassten Gesellschaften erfordert die Entwicklung bewertbarer Lösungsalternativen.
Reale, komplexe technische Aufgabenstellungen oder Vorhaben erfordern zunehmend interdisziplinäre Lösungsansätze und damit korrespondierend eine interdisziplinäre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit zwischen den speziellen Disziplinen der Technik sowie bezüglich der Anforderungen der Ökonomie, der Ökologie und der Gesellschaft.
Hier setzt das Fach Technik an. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine berufliche und berufsübergreifende Handlungskompetenz unter Einbeziehung der genannten Anforderungen zu vermitteln und damit an eine selbstständige und verantwortungsbewusste Übernahme von Mitgestaltungs- und Mitsprachemöglichkeiten in berufsqualifizierenden Bildungsgängen und in einer Hochschule heranzuführen.
Angesichts der Bandbreite technischer Systeme und Verfahren kann eine instrumentelle Handlungskompetenz nur in einem eingegrenzten Schwerpunkt und in exemplarischer Begegnung mit ausgewählten Technikinhalten erfolgen. Der Anspruch einer beruflichen und berufsübergreifenden Handlungskompetenz macht eine Ergän-zung des speziellen Handlungswissens durch ein Orientierungswissen über allgemeine technische Prinzipien erforderlich.
Im Fach Technik werden technische Gegenstände und Verfahren behandelt, die einer oder mehreren Disziplinen der Technik zuzuordnen und unter verschiedenen, auch die Technikwissenschaften übergreifenden Fragestellungen, zu untersuchen sind. Dafür werden die folgenden Schwerpunkte angeboten:
Bautechnik,
Datenverarbeitungstechnik,
Elektrotechnik und
Metalltechnik / Maschinenbau.
Ziel des Unterrichtes in der Vorstufe ist eine erste Hinführung zu einem weit gefassten Technikverständnis. In der Vorstufe erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler an ausgewählten Beispielen die wesentlichen Inhalte, technikspezifischen Methoden, Verfahren und Arbeitstechniken und damit die grundlegenden Kompetenzen für eine selbstständige Analyse, Planung, Durchführung, Kontrolle und Dokumentation technischer Vorhaben. Die Beispiele sollten den in der Studienstufe voraussichtlich angebotenen Schwerpunkten angelehnt werden. Zur Studienstufe wählen die Schülerinnen und Schüler für vier Semester einen der am Technischen Gymnasium angebotenen Technikschwerpunkte. Unter der Zielperspektive, ein weitgefasstes Technikverständnis zu vermitteln, sollten in der Studienstufe reale technische Produkte, Gesamtanlagen, Prozesse bzw. gesellschaftlich relevante technische Schlüsselprobleme im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen, da sich erst auf dieser Ebene die Komplexität der Technik, ihr Sinn und die mit den Anwendungs- und Nutzungsaspekten verbundenen gesellschaftspolitischen Implikationen erschließen lassen.
Der Rahmenlehrplan Technik ist dementsprechend nach den Lerngebieten der Vorstufe und der Studienstufe strukturiert. Die Lerngebiete der Vorstufe sind interdisziplinär ausgelegt und keinem der vier Schwerpunkte zugeordnet. Die Lerngebiete der vier Schwerpunkte in der Studienstufe folgen dem Prinzip des aufbauenden Unterrichts. Aus unterrichtsorganisatorischen Gründen - z.B. wegen Abiturprüfung - ist eine geänderte Anord-nung der Lerngebiete begrenzt möglich.
Die jeweiligen Lerngebiete führen Ziele und Inhalte auf. In den Zielformulierungen sind die Kompetenzen beschrieben, über die die Schülerinnen und Schüler nach dem Unterricht des jeweiligen Lerngebietes verfügen. Neben den Fachkompetenzen zählen dazu auch Personal-, Sozial-, Methoden-, und Lernkompetenzen, sowie kommunikative Kompetenzen.
Die Inhalte geben die Mindestinhalte des jeweiligen Lerngebietes an.


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Letzte Änderung: 12.10.2015